Ist eine anerkannte Hunderasse aus Deutschland und wird im FCI mit der Nr. 144 in der Gr. 2, Sek. 2: Molossoide geführt.
Der Ursprung des Boxers
Die Ahnen der Boxer sind die Molosser, die Britannischen Doggen und die Tibetdoggen. Aus ihnen entstanden im Mittelalter europaweit kräftige, große Hunde mit Vorbiss und breiten Schnauzen. Genannt wurden sie Bullenbeißer, Bärenhund und Saupacker. Sie wurden für Tierkämpfe und bei der Jagd zum Packen und Festhalten des Wildes (vornehmlich Wildschweine) verwendet. In Deutschland setzten sich vor allem der große Bullenbeißer (auch Danziger Bullenbeißer) und der kleine Bullenbeißer oder Brabanter Bullenbeißer durch und wurden auch schon ab dem 17. Jahrhundert relativ rein gezüchtet.
Als direkter Ursprung des Boxer gilt der Brabante Bullenbeißer. Dieser wurde später mit englischen Bulldoggen gekreuzt. Dadurch wurde nicht nur der Typ verändert, es wurde auch die vorher nicht vorhandene weiße Farbe in Form von Abzeichen oder ganz weißen Hunden in die Rasse gebracht. Gegen 1860 wurde für diese Hunde zum ersten Mal die Bezeichnung Boxer verwendet. Der Gebrauch der Boxer wandelte sich später zum Dienst- und Gebrauchshund und er wurde im Krieg und zum Schutz eingesetzt. Trotzdem zeichnet sich der Boxer als treuer, zuverlässiger, verspielter und vor allem kinderlieber, aber auch mutiger Familienhund aus, der freundlich und liebevoll mit den Seinen umgeht und doch im Ernstfall seine Familie verteidigt.
Beschreibung
Der Boxer ist ein kräftiger Hund von stämmiger Statur mit glattem, kurzem, eng anliegendem Haar und starken Knochen. Sein Körperbau ist quadratisch die Widerristhöhe entspricht der Körperlänge, seine Muskulatur kräftig entwickelt; sie tritt plastisch hervor. Sein Erscheinungsbild ist, je nach Konstitution, massig oder drahtig.
Ohren und Rute werden naturbelassen,kuppieren ist heute in fast ganz Europa verboten. Die Rute ist eher hoch als tief angesetzt. Die Ohren sind von angemessener Größe und setzen am höchsten Punkt des Kopfes seitlich an, eng am Kopf anliegend reichen sie bis zur Backe. Die Augen sind dunkel, die Lidränder ausgefärbt. Insgesamt ist der Schädel schlank und kantig, der Fang hingegen breit. Typisches Kennzeichen des Boxers ist der sogenannte Vorbiss der Unterkiefer überragt also den Oberkiefer. Dabei müssen die Lippen dennoch aufeinander liegen; die Fangzähne des Unterkiefers bilden die Auflage der wulstigen Oberlippe.
Der Hals ist ebenso wie der Kopf trocken und kräftig, rund und muskulös. Rücken und Hinterhand sind stark bemuskelt, die Schultern nicht zu stark. Die Vorderläufe sollen von vorne betrachtet parallel zueinander stehen; die Hinterläufe sind gerade. Die nach hinten elegant verlaufende untere Brustlinie beginnt auf Höhe des Ellenbogens und endet in kurzen, straffen, leicht aufgezogenen Flanken.
Die Haut ist trocken, elastisch und ohne Falten, das Haarkleid kurz, hart, glänzend und anliegend. Die Grundfarbe ist gelb. Farbabstufungen gibt es von hellgelb bis dunkelhirschrot. Bei gestromten Boxern muss die dunkle oder schwarze Strommung Streifen von der Grundfarbe unterscheidbar sein. Sie muss in Richtung der Rippen verlaufen. Weiße Abzeichen sind bis zu einem Drittel der Körperoberfläche erlaubt. Typisch ist auch die schwarze Maske ,die nicht über denFang hinausreichen soll.
Einmal Boxer, immer Boxer
Was macht den Boxer so einzigartig? Es gibt unter den Boxerliebhabern ein Sprichwort: "Es gibt Boxer und es gibt Hunde!" und das trifft es auf den Punkt. Der Boxer besticht durch seinen fast menschlichen Ausdruck, wenn man in sein Gesicht schaut, kann man darin lesen wie in dem eines Freundes. Boxer können lachen, weinen, melancholisch oder lustig aufgelegt sein und drücken dies mit der ihnen eigenen Mimik aus. Es ist sehr schwer, einem treuherzig schauenden Boxer etwas abzuschlagen und dies ist oft der größte Fehler in der Haltung dieser Rasse, denn ein Boxer prüft seine Grenzen jeden Tag aufs Neue und was er einmal durfte, betrachtet er als selbstverständliches Recht. Selbst als erfahrener Halter kann man sich jeden Tag bei kleinen Nachsichtigkeiten ertappen, die sich "der gute Junge" mit seinem Engelsgesicht erschlichen hat, welches der Boxer ab frühester Kindheit für seine Zwecke entdeckt hat. Und wer kann solch einem unschuldig drein blickendem Kerlchen schon böse sein? Dies sollte jeder zukünftige Boxerhalter berücksichtigen.
Vor der Anschaffung eines Boxers sollte man auch wissen, dass Boxer "Arbeitstiere" sind, das heißt, sie brauchen Aufgaben und wenn man ihnen diese nicht bietet oder bieten kann, dann suchen sie sich diese. Und das kann mitunter für den Besitzer unangenehm werden. So neigen viele junge Boxer zu Zerstörungswut, vor allem wenn sie allein gelassen werden. Boxer wollen bei ihrer Familie sein, sperrt man sie nur in einen Zwinger oder lässt sie den ganzen Tag allein, verkümmern sie seelisch. Es sollte daher möglichst stets jemand für ihn da sein. Man sollte rauhe Spiele mögen und idealerweise einen Garten haben, in dem man sich austoben kann. Zwar fühlt der Boxer sich auch in einer Wohnung wohl, doch muss dann dem ausgeprägten Bewegungs- und Spieldrang, der bis ins hohe Alter erhalten bleibt, genüge getan werden. Auch ist der Boxer sehr kinderfreundlich und daher für aktive Familien bestens geeignet.
Um ein Leben lang einen treuen Begleiter zu haben , ist eine konsequente Erziehung in der Jugend wichtig!
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